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FRAGEN zum Beruf als Webdesigner

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  • FRAGEN zum Beruf als Webdesigner

    Hallo zusammen,

    ich bin gelernter Grafikdesigner und interessiere mich aktuell für eine Weiterbildung zum Webdesigner. Dazu habe ich einige Fragen und freue mich über Euer Feedback.

    - wie sind die Berufschancen, auch im Vergleich zu Grafikdesign?
    - was wird gesucht (Voraussetzungen)
    - wo ist die Nachfrage am größten

    - welche Fortbildung ist zu empfehlen?
    - welche Schwerpunkte
    - welcher Träger / Kurse

    - wie leicht gelingt der Einstieg als Freelancer (digital nomad)?


    Vielen Dank für jeden hilfreichen Tipp !!!

    Marcel

  • #2
    Hallo Marcel,
    Webdesigner ist keine geschützte Berufsbezeichnung in Deutschland. Jede vund Jeder darf sich in Deutschland so nennen unabhängig davon ob überhaupt Wissen darüber da ist.
    Der Markt des Webdesigns ist sehr groß und es gibt auf allen Ebenen etliche Mitbewerber die preisgünstig und zum Teil professionell Dienste in diesem Bereich anbieten.

    Deswegen ist ein Einstieg in dieser Branche sehr schwer, wenn du gut verdienen möchtest und du muss viel Fachwissen und Erfahrung mit dir bringen. Auch musst du dich auf dem Markt behaupten. Dazu zählt eine Starke Positionierung deiner Leistungen und Produkte. Hierbei ist es wichtig auch über den Tellerrand zu schauen, was es noch in der Digitalwirtschaft gibt.

    Webdesign bringt dich alleine nicht weit, Neben der Gestaltung und Konzeption von Internetauftritten solltest die Webentwicklung beherschen; sowohl die Frontend-Entwicklung als auch die Backend-Entwicklung. Wobei im Frontend-Bereich deine Expertise zählt, du musst alle neuen Techniken kennen am besten auswendig. Man muss auch verstehen das die Webentwicklung ein laufender Prozess ist, der eine ständige persönliche Weiterentwicklung mit sich bringt.

    Es gibt zwei Ausbildungsberufe die in Deutschland sich mit Webentwicklung auseinander setzen: das ist einmal der Fachinformatiker Fachbereich Anwendungsentwicklung, wobei der grafische Teil nicht Bestandteil der Ausbildung ist. Und es gibt den Ausbildungsberuf Mediengestalter Digital und Print Fachrichtung Gestaltung und Technik. Dieser Beruf vereint Webdesign, Webseitenkonzeption und Webgestaltung(Webdesign). Die Ausbildung zum Mediengestalter kann vielfältig absolviert werden meist empfehlenswert die Betriebsausbildung und die schulische Ausbildung.

    Zwar bietet die Branche die Möglichkeit auch ohne Programmierkentnisse Lösungen an. Diese können aber nur bis zu einem bestimmten Punkt flexibel sein und kundenorientierte Lösungen anbieten. Deswegen ist die Webdevelopment neben dem Webdesign als Skills eine wichtige Vorraussetzung um auf dem Markt zu bestehen oder Erfolg zu haben.

    Wichtig ist auch zu wissen das Grafikdesign nicht gleich Webdesign ist, da dort nicht alles abgebildet ist/werden kann. Das liegt daran, dass das Web die Möglichkeit bietet interaktive Elemente, Animationen, Ton und Bild einzubinden. Auch die Interaktion im Web ist anders aufgestellt, da man hier auf Benutzerereignisse eingehen kann und diese auch nutzt um den Benutzer an eine passende Stelle der Webseite zu leiten.

    Mit einer Ausbildung kommst du 10mal weiter al mit einer Fortbildung oder Kurs. Zwar haben Fortbildungen und Kurse in den letzen Jahren eine bessere Qualität erreicht und bieten sehr viel Inhalt, aber an die Qualität und an den Lerninhalten kommt eine Kurs/Fortbildung nicht an, auch wenn der Kurs 1 Jahr dauert.

    Ich hoffe ich konnte dir Einblicke in Branche und Chancen und Schwierigen zeigen, die man bedacht beachten sollte.

    LG

    Localfu
    PS: Wenn euch mein Post gefallen hat, dann lasst mir ein "Daumen hoch" da!

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    • #3
      Aus eigener Erfahrung...

      Ich habe eine (geförderte) Weiterbildung hierzu gemacht welche rund 12.000 Euro kostete (Siehe hier). Unter dem Link findest du auch detailliert die Inhalte des Kurses. Nach Abschluß erhielt ich ein Zertifikat als "Webdeveloper Europe" - ein Zertifikat ohne belastbarer Institution dahinter (Es gibt keine IHK oder HWK-Zeugnisse). Zumindest belegt es, daß ich etwas gelernt habe *lol*.

      Zu deiner Frage welche Schwerpunkte man verinnerlichen sollte:

      Definitiv HTML5, aber nicht nur die einzelnen Tags (also die 'Befehle') und deren möglichen Attribute sondern auch (ganz wichtig) die zugrunde liegende Semantik verstehen. Ferner sind dabei die Aspekte 'Barrierefreiheit', 'Kontrast' (nach WCAG), 'Accessability' und SEO-Funktionalität zu erlernen und anzuwenden.

      Genauso definitiv wie HTML gehört CSS dazu. Seit HTML5 gibt es eine klare Trennung von Inhalt und Design. In HTML5 werden ausschließlich die Inhalte und bei Bedarf notwendigen Auszeichnungselemente (Tags) hinterlegt. Wie dann die Darstellung der einzelnen Elemente erfolgt wird dann in CSS definiert. Daher MUSS hier beides fundiert beherrscht werden.

      Da HTML und CSS keine Programmiersprachen sind (keine Variablen, keine Berechnung, keine Entscheidung), heutige Seiten aber mit rein statischem Aufbau (außer bei reinen One-Pagern als digitale Visitenkarte) nicht umsetzbar sind braucht es eine Programmiersprache. Da gibt es durchaus mehrere (ASP, perl, Python...), als 'Quasi'-Standard ist hier aber PHP die meistverwendete und auch bestunterstützte Programmiersprache.

      PHP sollte man vom Aufbau her, seiner Logik, seiner Syntax und seiner Variablenbehandlung grundlegend verstanden haben. Ich für meinen Teil kenne niemand der alle php-Befehle aus dem Stegreif kennt. Da wird regelmäßiges Recherchieren nicht ausbleiben. Hierzu finden sich aber echt gute Quellen, jedoch meist englischsprachig.

      Wenn es dann (wie fast immer) auch darum geht, Daten abzurufen, zu filtern, zu speichern oder wie auch immer zu verarbeiten braucht es auch Kenntnisse über die hierzu notwendigen Anweisungen. SQL bietet hierfür die Basis und mySQL ist bei Internetanwendungen der 'Quasi'-Standard.

      Für etliche Aufgaben bietet sich JavaScript an. Da JavaScript beim "Aufrufer" (Client) ausgeführt wird lassen sich so z.B. Formulareingaben bereits auch Korrektheit prüfen bevor sie abgeschickt werden. Auch dynamisches Ändern von Inhalten lässt sich mit JavaScript und AJAX/json recht gut lösen.

      Von Vorteil (aber kein MUSS) sind Kenntnisse gängiger 'Library's' (Bootstap bei CSS, JQuery bei JavaScript). Diese Library's enthalten oft verwendete Codezeilen und -routinen und bieten hierfür zum Teil eine deutlich einfachere Syntax (wenn man sich damit auseinandergesetzt hat).

      Ich denke für eine 'Selbständigkeit' braucht es aber mehr:

      Viele Kunden wollen die Inhaltspflege der Seite (Angebotsänderungen, andere Bilder..) auch ohne Fachkenntnisse übernehmen. Daher kommen hier oft sog. 'Content Management Systeme' (CMS) und/oder Baukästen zum Einsatz (WordPress, Wix, Joomla, Laravel, TYPO3...).
      Um hier einem Kunden was anbieten zu können sollte man schon 2-3 der gängigsten Systeme kennen (Installation, Konfiguration, Update, Einweisung...)

      Ferner sollte man Kunden auch beraten (und/oder vermitteln) können welche Serverausstattung für seine Zwecke sinnvoll ist (Speichervolumen, Anzahl Datenbanken, mit/ohne update/backup...). Das Werk soll ja mal veröffentlicht werden :-)

      Wow, ein halber Roman :-). Ich hör ja schon auf *lol*
      ________
      Megabyte66
      ________

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      • #4
        @Localfu

        danke, das hilft mir schon mal sehr weiter um ein besseres Bild zu bekommen.
        An eine Ausbildung habe ich auch schon gedacht, allerdings bin ich 36 und wollte eig. nicht noch einmal soviel Zeit bzw. 2,3 Jahre investieren.

        Gibt es alternativ einen kürzeren Kurs / Fortbildung, die mich dennoch weiterbringen könnte? und was sind so die wichtigsten Themen die man drauf haben sollte? Da gibt es ja extrem viele Felder ..
        Wieviel vom Job ist denn dann grob Webdevelopment / Webdesign? Ich komme ja aus dem Gestalterischen und daher wäre für mich wichtig zu wissen wie viel programmiert und wie viel gestaltet werden muss.

        Besten Dank
        Marcel

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        • #5
          Zitat von MarcelKyu Beitrag anzeigen
          ch komme ja aus dem Gestalterischen und daher wäre für mich wichtig zu wissen wie viel programmiert und wie viel gestaltet werden muss.
          In fast jedem Berufsfeld kann man erfolgreich sein wenn man beständig die gleiche (gute) Qualität setzt.
          Was dir fehlt sind Kunden. Die werden dir auch fehlen wenn du umsattelst.
          Für alles was du machst brauchst du eine Art von Beweis. Eine Webseite die deine erarbeiteten Designs zeigt. Ein Instagram/Facebook/Tiktok/Pintarest Profil hilft auch schon.
          https://arnego2.com <Webseiten, Umbau ab €80, Serverumzug ab €50>

          VPS 8GB RAM 50 GB ROM < Server in der EU, 1rstes Jahr €38

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          • #6
            Zitat von MarcelKyu Beitrag anzeigen
            @Localfu

            Wieviel vom Job ist denn dann grob Webdevelopment / Webdesign?
            Nach bisher rund 100 umgesetzten Projekten komme ich geschätzt auf 3/4 der Zeit Coden und 1/4 Gestaltung (incl. CSS). Hängt aber auch sehr vom Inhalt der Seite ab. Ich behaupte mal bei der "Google"-Seite ist 99.9% Programmierung :-).

            Bin gespannt was die Kollegen hier haben :-)
            ________
            Megabyte66
            ________

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            • #7
              Hi Marcel,
              wieviel du am Ende mit Code arbeitest liegt an dir. Den Code weg zulassen ist aber keine gute Idee oder Alternative. Programmierung spielt eine wesentliche Rolle bei der Erstellung eigener Webseitenrolle und wie viel du am Ende verdienst. Ich zweifle nicht an den Fähigkeiten vieler Leute in der Branche die keine spezifische Ausbildung darin haben, aber in Deutschland kommst du mit einer Prüfung bei der IHK viel weiter als jemmand der es sich selbst beigebracht hat.

              Was aber wichtig wäre, das du dir Fachwissen aufbaust und diese in praktischer Arbeit realisierst. Ich würde spezielle Präsenzkurse in einer Großstadt teilnehmen wo du Grundlagen der Webentwicklung lernst. Online-Kurse von Fernschulen wie SGD, ILS und wie sie heißen haben zwar ihre Dasseinsberechtigung in irgendeiner weiße aber Präsenzkurse bieten eine qualitative Plattform für das Lernen die nicht vergleichbar ist mit Fernkursen die über Monate gehen. Nebenbei gibt es auch bei Präsenzkursen Zertifikate die anerkannt sind.
              PS: Wenn euch mein Post gefallen hat, dann lasst mir ein "Daumen hoch" da!

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              • #8
                Zitat von Localfu Beitrag anzeigen
                aber in Deutschland kommst du mit einer Prüfung bei der IHK viel weiter als jemmand der es sich selbst beigebracht hat..
                In D zu arbeiten hat auch Vorteile. Verträge haben ihre Gültigkeit.
                Leider wollen gerade diejenigen die Qualität aus D haben wollen oft nur die Preise aus Indien im Auge haben.

                https://arnego2.com <Webseiten, Umbau ab €80, Serverumzug ab €50>

                VPS 8GB RAM 50 GB ROM < Server in der EU, 1rstes Jahr €38

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                • #9
                  Ich ziehe es vor, die Ausbildung zu machen, dann hast du ein offizielles Zertifikat. Wie du schon sagtest, es sind 3 Jahre, da brauchst du ein bisschen Geduld. Ein Bekannter von mir hat das gemacht, und zwar als Webprogrammierer, und in weniger als einem Monat nach dem Abschluss hatte er bereits einen Arbeitsplatz.

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                  • #10
                    Also z.B. als Mediengestalter kannst du bei einer dualen Ausbildung 1 Jahr verkürzen, wenn du entweder einen höheren Abschluss hast oder deine Fähigkeiten und Fachwissen überdurchschnittlich sind. In der schulischen Variante findet sowieso meist in zwei Jahren statt. Jenachdem in welchen Bundesland du zur Schule gehst.
                    PS: Wenn euch mein Post gefallen hat, dann lasst mir ein "Daumen hoch" da!

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