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  • Dsgvo plus?

    Hallo, bei den Themen konzentriert sich alles auf die Datenschutzerklärung auf der Website.
    DSGVO ist aber viel mehr, ich gebe da mal etwas zum Nachdenken weil ich gerade auf einen Prozess zulaufe, zum Glück als Kläger.
    Am 6.6. wurde bei uns durch die Hausverwaltung an Handwerker ein neuer Antrieb fürs Garagentor eingebaut, leider mangelhaft
    und die wollen nicht tätig werden Das war gerade mal ein paar Tage nach DSGVO Pflicht.
    Jetzt hatte erst einmal mein Anwalt auch bestimmte Pflichtprotokolle angefordert, z.B. Sicherheitsprotokolle, Konformitätsprotokoll.
    Anscheinend nicht alle vorhanden. Nach DSGVO sind aber alle Schriftstücke als Nachweis für den Auftrag aufzuheben.
    Das ganze beginnt gerade und ich bin gespannt wie das mal ausläuft.
    Ich wollte nur mal hier eine Anregung geben, auch an die Sicherung des Schriftverkehrs zu denken.
    Viele Grüße
    Gerhard





  • #2
    Eine Datenschutzdokumentation ist essentiel, aber bedenke dass die DSGVO deine Daten schützen soll. Daten bleiben Daten, ob auf Papier oder in digitaler Form.
    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
    Albert Einstein

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    • #3
      Hallo Gerhard,

      in der EU-DSGVO geht es vor allem um private und persönliche Daten, die geschützt werden sollen. Im Grunde genommen wurde der Wahnsinn nur eingeführt, um Facebook, Amazon und Google datenrechtlich zu packen. Hat natürlich nicht geklappt, dafür ist der komplette Mittelstand in Deutschland platt durch die "deutsche" Gründlichkeit bei der Umsetzung. Soweit ich weiß ist in vielen EU-Staaten die EU-DSGVO noch nicht mal umgesetzt, weil die dortige Gesetzgebung die EU-DSGVO noch nicht in nationales Recht umgesetzt hat.

      Nach EU-DSGVO muss es in einem Unternehmen ein Verarbeitungsprotokoll geben, welche persönlichen Daten wie lange, wo und warum gespeichert werden. Und jeder Betroffene hat ein Auskunftsrecht, welche persönlichen Daten von ihm gespeichert sind. Garagentor-Sicherheitprotokolle gehören sicher nicht dazu, außer Dein Garagentor hat eine Persönlichkeit und kann dann selbst klagen. Es können nämlich nur Betroffene klagen, wenn ihr Persönlichkeitsrecht gefährdet ist, dass würde ich bei einem Garagentor ausschließen wollen.

      Die von Dir angesprochenen Sicherheitsprotokolle beim Einbau eines Garagentors sind schon immer Pflicht gewesen. Dazu gibt es technische Richtlinien und Vorschriften - das gab es schon immer und hat überhaupt gar nichts mit der EU-DSGVO zu tun. Musst Du ähnlich wie den TÜV beim Auto sehen, wenn jemand Dir einen Torantrieb einbaut muss er die entsprechenden Genehmigungen und Sicherheitsprotokolle vorlegen können. Ähnliches gilt für GS und CE Zeichen - dass hat sich durch die Einführung der EU-DSGVO nicht geändert zum vorherigen Stand. Natürlich könnt ihr diese Protokolle einklagen - aber sicher nicht nach EU-DSGVO.

      Viele Grüße
      Karl

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      • #4
        Noch was, der mangelhafte Einbau ist schlicht ein nicht vollständig erfüllter Kaufvertrag, da eine vereinbarte Leistung nicht ordnungsgemäß erbracht wurde. Diese kann nun gemängelt werden, auch vor Gericht. Das ganze gibt es schon seit ewigen Zeiten.

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        • #5
          Hallo Karl, das ist natürlich klar, das mit der mangelhaften Leistung Garagentor konnte ich früher und auch jetzt auch ohne DSGVO klagen. Ich meinte es aber etwas erweitert.

          Ich habe in Erinnerung, dass nach DSGVO alle Protokolle und auch Mails die zu dem Geschäftsprozess gehören aufgehoben werden müssen. Bei diesen Protokollen und auch Aufträgen und auch Stundennachweisen der Handwerker sind auch mehrere Mails von mir dabei und es sind meist persönlichen Daten vorhanden, der Name des Handwerkers, meine persönl. Daten, wie Name, Mailadresse usw., der Name der Mitarbeiter der Hausverwaltung und sogar Mailadresse und Name der Firma des Herstellers. Obwohl es also um ein Garagentor geht, sind in den Unterlagen die zur dem Auftrag führen und zu den Reklamationen viele persönliche Daten vorhanden.
          Es geht nach meiner Auffassung nicht nur darum, welche Daten im Unternehmen "normal" gespeichert werden, sondern um alle Daten mit persönliche Daten beim Geschäftsprozess enthalten.Wenn z. B. hier die Hausverwaltung meine Reklamationen/Mails speichert oder eben nicht speichert oder auch nur den Stundenzettel mit Name des ausführenden Handwerks bekommt, muss die doch auch diese Daten oder auch Kopien/Schriftstücke aufheben.

          Nun haben wir schon festgestellt, die Hausverwaltung hat mehrere Unterlagen nicht, nur ein Beispiel Sicherheitsprotokoll. Da ist auch der Name eines MA vorhanden, mit Unterschrift.Das müssen die aufheben, speichern kann auch das Abheften eines Stück Papiers sein.Natürlich ist das im Internet bei z. B. einen Shop einfach, da läuft alles automatisch. Aber wenn da auch übers Internet und Mail auch verschiedene Firmen (hier Hausverwaltung, Hersteller, Metallbaufirma) und Privatleute in so einem Handwerkerprozess eingebunden sind, fallen das auch persönliche Daten an.

          Nun könnte es zu einer normalen Klage kommen, weil das Garagentor einfach unabhängig DSGVO mangelhaft installiert ist, wie früher also auch.

          Jetzt versuche ich dem Unterschied zu früher darzustellen.
          Vor DSGVO hatte er bei dem Beispiel das Sicherheitsprotokoll nicht, das hatte noch keine gravierende Auswirkung bei einem Prozess, da spielen anderer Faktoren eine wesentlichere Rolle.

          Jetzt könnten wir aber die DSGVO auch mit heranführen, weil Unterlagen, die auch persönliche Daten enthalten, wie hier das Sicherheitsprotokoll, nicht gespeichert wurden. Mit speichern meine ich auch Schriftstücke. Das gehört aber nach meiner Information mit zu DSGVO. Vor Gericht geht es um mehr als nur um meine Daten, es können persönliche Daten von anderen sein, nach meiner Meinung. Bei dem juristischen "Feinschliff", kann eine Klage wegen so einer einfachen Sache gewonnen oder verloren werden, ggf. nur, weil die Aufbewahrungspflicht nach DSGVO verletzt wurde. Es könnte sogar sein, das der Anwalt neben der Hauptsache noch eine Abmahnung wegen DSGVO drauf setzt. Ich bin gespannt, wie das mal ausgeht, wir versuchen es aber erst einmal außergerichtlich. Zu dem Beispiel Garaentor nochmals, die Hausverwaltung kann behaupten es ist kein mangelhafter Einbau, hatte so etwas ähnliches geäußert. Vor Gericht zählt jedes Mittel, es könnte auch mal DSGVO sein.

          Ich wollte nur darstellen, dass die Speicherung von Daten nach DSGVO doch umfassender sein kann und auch die Auswirkungen. So habe ich es mal bei einem Vortrag im Internet verstanden. Das Geschäft ist halt sehr unterschiedlich.

          Viele Grüße
          Gerhard

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          • #6
            Hallo Gerhard,

            so unterschiedlich sind die Auskünfte der Anwälte.

            Wenn es nach dem bei uns geht, dann ist gerade das Aufheben unnötiger persönlicher Daten zu unterlassen - d.h. wenn es keine Sicherheitsprotokolle etc. sind müssten die Aufzeichnungen nach dem Schreiben der Rechnung nach der neuen EU-DSGVO eher vernichtet werden. So haben wir es verstanden. Denn insbesondere die unnötige Speicherung (auch analog) von persönlichen Daten ist nach dem neuen Gesetz zu unterlassen. Damit wollte man der Datensammelwut von Facebook & Google Herr werden - wie schon vorher geschrieben macht sich nur der deutsche Unternehmer Gedanken, die großen Internetkonzerne lachen sich da eher kaputt...

            MfG Karl

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            • #7
              Nach unseren Infos aus unterschiedlichen Seminaren gilt: Wir haben eine Löschpflicht, aber der Kunde kein Recht auf Löschung seiner Daten.Klingt komisch, oder?
              Damit ist gemeint, dass der Kunde zwar ein Recht hat die Löschung seiner Daten zu beantragen und wir auch dieser Aufforderung nachkommen müssen.
              ABER!!! ...solange wir nachweisen/belegen können, dass wir die Daten zwingend benötigen ( Steuerbehörden, etc. ), hat er eben kein Recht auf Löschung.
              PHProcks! » Tutorials

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