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Microsofts Masche mit dem Media-Player - Der Fall Q320920

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  • Microsofts Masche mit dem Media-Player - Der Fall Q320920


    Microsofts Masche mit dem Media-Player
    DER FALL Q320920 - LOCH MIT SCHWEREN FOLGEN

    Microsoft zwingt Windows-User zu einer folgenschweren Entscheidung: Die Hose komplett runterlassen und Bill Gates volle Kontrolle des PC übers Internet zu genehmigen oder künftig auf wichtige Windows-Updates zu verzichten.
    (Stand vom: 3.7.2002)

    Betriebssysteme sind alles andere als komplette Produkte. Wer im Laden für 200 Euro das neueste Windows kauft, für den ist die Sache damit noch lange nicht erledigt. Bei Windows wird unermüdlich nachgebessert, ständig müssen Updates durchgeführt werden die irgendwelche Sicherheitslücken stopfen oder Fehler beseitigen. Wohlgemerkt: Die Rede ist von unbedingt nötigen Nachbesserungen und nicht irgendwelchen späteren Funktionserweiterungen!

    Wer Windows nutzt MUSS diese Nachbesserungen von Microsoft installieren wenn er ein sicheres und funktionierendes Produkt habe will.

    Wissend, dass ständige Nachbesserungen nötig sind, hat Microsoft die Update-über-Internet-Mechanismen in jeder neuen Windows-Version verbessert. Seit ME muss nur noch Windows Update über das Startmenü gewählt werden und ruckzuck läuft alles so gut wie automatisch ab. Der Update-Assitent teilt mit welche wichtigen Updates neu erhältlich sind, per Klick erfolgen Download und Installation. Natürlich kriegst Du jedem einzelnen Download einen Dialog mit den Nutzungs-Vereinbarungen End User License Agreement (= EULA) deren Akzeptierung Microsoft verlangt: Keine Anerkennung der EULA = kein Update.


    Kleingedrucktes von Microsoft: Bei jeder Installation eines Updates bist Du gezwungen die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren.


    Der Dialog mit den Nutzungsbedingungen ist zwar nur klein, aber dafür endlos lang, rund 20 Seiten juristischen Text musst Du studieren um dabei vielleicht ein wenig zu kapieren, was Bill Gates eigentlich von Dir verlangt.



    Typisch: Bereits wenige Wochen nach Inbetriebname eines neuen Windows sind bereits Dutzende Updates fällig geworden - hier im Bild waren für XP binnen 8 Wochen über DREISSIG Nachbesserungs-Updates nötig.


    Über dreissig Updates in 8 Wochen - das heisst dreissig mal die Nutzungsvereinbarungen aufmerksam studieren, also rund 600 Dialogseiten juristisches Blabla reinziehen. Das schafft kein Normalsterblicher. Und das braucht er ja auch nicht, denn in der Regel steht ja fast immer das Gleiche drinnen. Und wohl schätzungsweise 100 Prozent der Windows-Anwender fackeln beim Dialog mit den Nutzungsbedingungen nicht lange rum und drücken auf den Akzeptiert-Button damit das neuste Sicherheitsloch im System endlich gestopft wird. Ja, die Löcher. Das sind die wirklich üblen Sachen. Eigentlich wären sie gar nicht so schlimm. Aber: Sobald Microsoft einen Patch zum Stopfen eines neu entdeckten Sicherheitslochs veröffentlicht, ist die Existenz dieses Lochs bekannt. Und wenn ein Loch bekannt ist, dann gibts auch Ruckzuck Anleitungen im Internet wie es genutzt wird. Es ist also fatal, ein bekanntgewordenes Sicherheitsloch im PC zu haben und aufs Stopfen zu verzichten. Du bist also GEZWUNGEN bei Microsoft den Korken für das Loch downzuloaden und Du bist GEZWUNGEN die utzungsbedingungen von Microsoft zu akzeptieren wenn Du den Korken haben willst.

    Die grosse Sauerei ereignete sich Mitte 2002, als Microsoft ein neues Sicherheitsupdate für den Windows Mediaplayer empfahl:


    Das Sicherheitsupdate Q320920 vom 26. Juni 2002 wurde empfohlen um Sicherheitslücken im Windows Media Player zu schliessen.


    Microsofts Erklärung zum Update war einleuchtend simpel: Downloaden Sie das Update jetzt, um zu verhindern, dass ein böswilliger Benutzer beliebigen Code auf Ihrem Computer ausführen kann..

    Allerdings war das Sicherheitsupdate mit der Nummer Q320920 viel mehr, als nur der Korken für ein neu entdecktes Loch, sondern die Premiere für eine ganz neue üble Microsoft-Masche.



    Mit dem Sicherheitsupdate Q320920 erweiterte Microsoft die Nutzungsbedingung um haarsträubende Sachverhalte


    Im Rahmen der Nutzungbedingungen zum Update teilt Microsoft unter anderem mit:

    Digital Rights Management (Security). You agree that in order to protect the integrity of content and software protected by digital rights management (Secure Content), Microsoft may provide security related updates to the OS Components that will be automatically downloaded onto your computer. These security related updates may disable your ability to copy and/or play Secure Content and use other software on your computer. If we provide such a security update, we will use reasonable efforts to post notices on a web site explaining the update.

    Im Klartext: Microsoft verlangt von Dir die Berechtigung, JEDERZEIT UND OHNE NACHFRAGE automatische Updates Deines Windows-Systems über das Internet durchzuführen zu dürfen. Wann immer Microsoft es will, kann Dein Windows also modifiziert werden - ohne dass Du das überhaupt mitkriegst. Das Ziel ist unter andrem die Einnistung neuer Funktionen zum Management digitaler Rechte. Microsoft teilt im EULA mit: Die Updates können jederzeit das Kopieren und Abspielen geschützer Inhalte auf Ihrem PC unmöglich machen. Das wiederum heisst im Klartext: Von einer Sekunde zur nächsten, kanns Dir blühen, dass sich Dein Windows-PC weigert Deine MP3-Musikstücke abzuspielen! Oder das Rippen von DVDs haut plötzlich nicht mehr hin, bei DivX geht nichts mehr. Microsoft hat volle Zensur-Gewalt über Deine Daten.

    Unterm Strich bleiben drei Möglichkeiten: Sich Bill Gates Willkür vollständig auszuliefern oder künftig auf Updates von Windows mit besagtem EULA-Abschnitt zu verzichten. Die Dritte Möglichkeit heisst, endgültig auf Microsoft zu pfeifen und auf Linux umzusteigen. Eines ist klar: Der Fall Q320920 wird Folgen haben. Schwere Folgen.

    Michael Nickles
    Quelle: nickles.de

    cm
    Chaos ist nur eine andere Definition von Ordnung.

  • #2
    Damit sollte man gewarnt sein!!!
    Besser 3x lesen, bevor ihr etwas von Mi$ecroft downloaded!!!

    cm
    Zuletzt geändert von Christoph Maus; 06.01.2007, 11:07.
    Chaos ist nur eine andere Definition von Ordnung.

    Kommentar


    • #3
      ich ladf mir eh keine updates runter...
      ich hasse es! imma diesen ganzen kram durchzulesen..
      www.nice-esp.de.vu - meldet bitte mal im board an: wir versuchen eine nette HL:CS / Games community aufzubauen(nich so wie cstrike.de oder mymtw.de)

      Kommentar


      • #4
        Also jetzt mal ganz ehrlich??? Wer list jede AGB bei einer Installation durch?

        Kommentar


        • #5
          Genau! Das ist ja gerade der Witz!

          cm
          Chaos ist nur eine andere Definition von Ordnung.

          Kommentar


          • #6
            Vollständige Kontrolle durch Benutzer
            Sicherheits-Patch von Microsoft schützt digitale Inhalte

            Der kumulative Patch Q320920, den Microsoft in der letzten Woche für den Windows Media Player veröffentlicht hat, steigert nicht nur die Sicherheit dieser Anwendung, sondern ermöglicht auch einen effektiveren Schutz digitaler Inhalte. Wie schon die Lizenzvereinbarungen für Windows Media Player 7.1 und Windows XP enthält auch die End User License Agreement (EULA) für den Patch einen Absatz, der sicher stellen soll, dass der Missbrauch urheberrechtlich geschützter Inhalte wirksam verhindert werden kann. Die Funktionalität und Sicherheit des Systems zur Verwaltung digitaler Benutzerrechte (Digital Rights Management = DRM) kann zu diesem Zweck mit Hilfe von Updates auf aktuelle Anforderungen des Marktes reagieren. Davon profitieren nicht nur die Anbieter dieser Inhalte, sondern auch die Benutzer, die zudem zu jeder Zeit vollständige Kontrolle über eventuell auf ihr System zu ladende Daten besitzen.

            Eine zentrale Komponente von Windows Media Rights Management, dem von Microsoft entwickelten DRM-System, besteht in der schnellen Reaktionsfähigkeit von Anbietern. Im Bedarfsfall sollen diese einen Missbrauch ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte und die daraus resultierenden Schäden für die Anwender möglichst rasch einschränken können. Der Absatz in der EULA für den Patch Q320920 sowie für die bereits früher veröffentlichten Windows Media Player 7.1 und Windows XP soll die rechtliche Grundlage schaffen, damit die Anbieter und Microsoft umgehend die notwendigen Maßnahmen zur Unterbindung eines eventuellen Datenmissbrauchs einleiten können.

            Auf diese Weise ist gewährleistet, dass Benutzer jederzeit und problemlos auf geschützte digitale Inhalte zugreifen können – selbst wenn eine Player-Anwendung aufgrund von Manipulation die für die Nutzung der Inhalte erforderlichen Sicherheitsvorschriften nicht erfüllt. Das DRM-System bietet Anbietern einen hohen Sicherheitsstandard für den Schutz ihrer Inhalte und schafft somit die Basis für die Akzeptanz dieser Technologie und dadurch zugleich für wirtschaftlich tragfähige Angebote hoher Qualität.

            Neue Fassung der EULA
            Microsoft erkennt an, dass der betreffende Absatz in der EULA für den Patch Q320920 sowie für Windows Media Player 7.1 und Windows XP in der derzeitigen Formulierung die zu Grunde liegende Absicht nicht unmissverständlich zum Ausdruck bringt. Aus diesem Grund wird Microsoft so schnell wie möglich eine neue Fassung dieses Absatzes erstellen, die seine Intention und die damit verbundenen Sachverhalte eindeutig klar macht. Festzuhalten ist: Die EULA überträgt Microsoft keinerlei Administratorenrechte für die Systeme von Benutzern. Die Benutzer besitzen zu jeder Zeit vollständige Kontrolle darüber, welche Daten auf ihr System geladen werden und welche Anwendungen sie benutzen können. Der Absatz in der EULA ist ausschließlich für zwei Szenarien vorgesehen, in denen die Sicherheit urheberrechtlich geschützter Inhalte unter Umständen bedroht und damit der Service für Endanwender zeitweise eingeschränkt sein kann.

            Erstes Szenario: Ausschluss manipulierter Anwendungen
            Das erste Szenario besteht in dem – selten auftretenden – Fall, dass eine Anwendung von Microsoft oder einem anderen Hersteller aufgrund von Manipulation die unautorisierte Wiedergabe von mit Windows Media Rights Management geschützten Dateien gestattet. In diesem Fall können sich die Anbieter an Microsoft wenden, um einen weiteren Missbrauch ihrer Inhalte durch diese Anwendung zu verhindern. Folgende Schritte werden vorgenommen:

            - Die Anwendung wird einer Liste hinzugefügt, in der alle manipulierten Anwendungen enthalten sind, die die unautorisierte Wiedergabe von geschützten Inhalten gestatten.
            - Die in dieser Liste aufgenommenen Anwendungen können keine DRM-geschützten Inhalte mehr abspielen. Wenn der Benutzer versucht, mit einer in der Liste enthaltenen Anwendungen eine geschützte Datei abzuspielen, wird er darauf hingewiesen, dass er einen unsicheren Player verwendet, und zu einer Website geführt, wo er ein Update seiner Anwendung auf einen nicht ausgeschlossene Player vornehmen kann.
            - Das Update wird nicht automatisch durchgeführt, sondern bleibt voll und ganz der Entscheidung des Benutzers überlassen. Falls der Benutzer sich gegen ein Update entscheidet, kann er die geschützten digitalen Inhalte mit jeder anderen DRM-fähigen Anwendung abspielen, die nicht in der Liste manipulierter Player enthalten ist. Seine Lizenz zur Nutzung der Inhalte bleibt in jedem Fall bestehen. Auch die ursprüngliche, in die Liste unsicherer Player aufgenommene Anwendung kann er weiterhin zur Wiedergabe von nicht durch Windows Media Rights Management geschützten Inhalten verwenden.
            - Immer wenn ein Benutzer über seinen DRM-fähigen Player auf einen Lizenz-Server zugreift, um dort eine Lizenz für digitale Inhalte zu erhalten, wird die in seinem Player integrierte Liste manipulierter Anwendungen aktualisiert.

            Zweites Szenario: Änderung von DRM-Anforderungen
            Das zweite Szenario besteht darin, dass die Anbieter DRM-geschützter Inhalte die technischen Anforderungen für die Nutzung ihrer Dateien ändern. In diesem Fall ist es für Benutzer unter Umständen erforderlich, ihre Anwendungen durch bestimmte Komponenten zu aktualisieren.

            - Entsprechend den EULA-Vorschriften werden Benutzer durch ihre DRM-fähige Anwendung darauf hingewiesen, dass ein Upgrade erforderlich ist. Nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Benutzer werden die neuen Komponenten aus dem Internet geladen und aktualisiert.
            -Falls ein Benutzer dem Upgrade nicht zustimmt, kann er nicht mehr auf geschützte Inhalte des betreffenden Anbieters zugreifen. Inhalte, die das Upgrade nicht erfordern, können weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.

            Presserückfragen bitte unter [email protected]

            Gesamtanschläge: 5.771
            87-PT – 05.07.2002



            Download Word-Dokument
            Quelle: http://www.microsoft.com/germany/ms/...dung544453.htm

            cm
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