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    Hallo, ich frage mal in die Runde, wie die Meinung zu Home-Office als Arbeitsplatz ist.

    Die Effiktivität zu Hause sinkt ja bekanntlich, wenn man nicht mehr in der Firma arbeitet und die Arbeit im Homeoffice macht. Natürlich ist das wunderbar für die MA,
    aber ist es auch wunderbar für die Unternehmen? Beim Staat macht es ja nichts, da zahlt alles der Steuerzahler. Zudem habe ich schon gemerkt, wegen Homeoffice bekomme ich z.T. von
    den Behörden keine Antwort mehr oder erst spät, wenn der "Käse gegessen" ist.

    Aber zu Hause, da lockt immer etwas anders, der Hund, der raus will, die Katze, die über die Tastatur läuft, das Baby, das gerade ein Bäuerchen macht, der Partner, der gerade nach Haus kommt oder einfach ein schöne Kaffeepause und ggf. extra mit Besuch zwischendurch. Dann kommen noch die technischen Probleme hinzu, kein schnelles Internet, weil man auf dem Lande wohnt.

    Ich mache mal ein Rechenbeispiel:
    10.000.000 Homeofficer, die im Jahr ca. 40.000 Gehalt bekommen, bei denen sinkt die Arbeitsleistung um 25%. Dann wären da 10.000 für Leistungsminderung anzusetzen. Das wäre ein Verlust von 100.000.000.000, also 100 Milliarden, den die Unternehmen zu verkraften haben. Wie gesagt, beim Staat macht das gar nichts, zahlt alles der Steuerzahler.
    Ich bin da skeptisch was Homeoffice anbelangt, auch über die jetzigen coronabedingten Einsätze hinaus. Es fehlt ja auch ganz wesentlich die Teamarbeit und der Austausch mit den Kollegen.

    Natürlich sind freie Unternehmer da ausgeschlossen, die müssen ja etwas leisten.
    Macht jemand im Forum Homeoffice und wie ist die eigene Selbsteinschätzung zu seiner Effiktivität?

    Wenn die Effektivität nicht mehr vorhanden ist, machen wir unser eigenes Geschäft kaputt, weil die Kosten aus dem Ruder laufen. Dabei ist HomeOffice doch so eine schönes neues
    Schlagwort, das gerne die Politiker den Wählern als Zukunftslösung "anbieten".

    Mich interessiert einfach mal die Meinung der anderen, die ggf. auch Erfahrung gesammelt haben.

    Gerhard

  • #2
    Moin Gerhard,
    ich kenne persönlich Homeoffice schon vor der Corona-Pandemie Das mit der Leistungskurve ist unterschiedlichen Branchen sehr unterschiedlich und auch was explizit zuhause abgearbeitet wird. Ersteinmal würde ich das Abstand nehemn, das Homeoffice schlechter ist als im Büro zu arbeiten. Ich hatte genaue Zielvorgaben, einen Zeitplan, Arbeitsablaufplan für das Homeoffice. Diese Struktur und Absprachen fehlt in vielen Firmen einfach oder ist mangelhaft. Das wirkt sich negativ auf die Arbeitsleistung aus. Eine fehlende Vorplanung macht dann den Rest. Leider mussten/durften etliche Firmen ins Fettnäpchen treten und negative Erfahrungen sammeln während der Corona-Pandemie.

    Firmen die schon vor Corona mit Homeoffice gearbeitet haben, sind hier klar im Vorteil, da Arbeitsziele und Arbeitszeiten oder weitere Absprachen schon vorhanden waren. Auch die Planung zur Umsetzung von Homeoffice-Plätzen ist bei den Arbeitnehmern sich eingeplannt gewesen.

    Durch den Schubs ins kalte Wasser und durch die fehlende Kinderbetreuung, ist es zu erwarten das es nicht rund läuft.

    LG

    Localfu
    PS: Wenn euch mein Post gefallen hat, dann lasst mir ein "Daumen hoch" da!

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    • #3
      Die Meinung von Localfu kann ich teilen.
      Es ist ist eine Willensfrage. Wir arbeiten nur im Haus, die Leute dich wir anlernen müssen zu uns kommen da sie im Home Office voll versagen.
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      • #4
        Das ist extrem von der individuellen Situation abhängig.

        Ich habe keinen Hund, keine Katze und auch keinen menschlichen Mitbewohner. Im Gegenzug habe ich daheim aber schnelles, stabiles Internet und einen besser ausgestatteten Arbeitsplatz als ich in jedem Büro hatte. Durch die eingesparte Wegzeit bekomme ich mehr Schlaf und kann regelmäßiger Sport machen, wodurch ich insgesamt konzentrierter und ausgeglichener bin. Unmittelbarer Austausch mit Kollegen mag zwar etwas schwieriger sein, aber im Gegenzug hält mich auch niemand mehr von der Arbeit ab, der mich spontan mit irgendwelchen nicht fachbezogenen Dingen niederquatscht.

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        • #5
          Hi,
          ich denke auch - und einige Untersuchungen sind ebenfalls zu dem Schluss gekommen - dass Homeoffice in einigen Bereichen sogar effektivere Arbeitsleistungen hervorbringt. Natürlich müssen die Voraussetzungen dazu gegeben sein oder geschaffen werden.

          Gruß
          Ingo
          Ingo Webdesign

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          • #6
            Zitat von Treml Beitrag anzeigen
            Im Gegenzug habe ich daheim aber schnelles, stabiles Internet.
            Ich habe mal in einen Sportsbook gearbeitet die für die USA eine Seite hochziehen wollten.
            Dabei kam raus das viele die auf der Arbeit ein schnelles uns stabiles Netz haben keinen Netzanschluss zu Hause hatten oder eben eine langsame Verbindung .
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            • #7
              hallo, das Thema ist sicher komplex aber weil in der Politik in den Vordergrund rückt, habe ich mal ein paar Quellen angeschaut. Mir ist nur aufgefallen, das viele Behörden sicher im HomeOffice und deshalb dort nicht mehr viel geht.

              Sehr gut ist dieser Bericht:
              https://www.blaetter.de/ausgabe/2021...hen-homeoffice

              Ein Auszug daraus:
              Auf viele Homeofficer könnte jedoch noch eine weitere böse Überraschung zukommen. Weil die Coronapandemie den Kostendruck in vielen Unternehmen erhöht hat, wird für sie die Aktivierung von Lohnkostendifferenzen zwischen deutschen und etwa südosteuropäischen Standorten noch attraktiver. „Go east“ lautet etwa in der Autozulieferindustrie eine einschlägige Managerparole. Das gilt für die Produktions- wie für die noch ortsflexiblere Wissensarbeit. Ob das Homeoffice sich im Nachbarort oder auf einem anderen Kontinent befindet, macht keinen grundsätzlichen Unterschied. Seine massive Ausweitung in der Pandemie könnte sich als Probelauf für eine neue Welle des Outsourcings von Arbeitsplätzen erweisen.

              Es ist halt nicht alles Gold was glänzt aber sicher ist HomeOffice für viele auch gut.
              Übrigens hatte Google fast alle MA wegen der Pandemie ins HomeOffice geschickt und
              jetzt holt der Konzern die wieder zurück ins Büro, muss wohl einen Grund haben.
              Einige Google-MA wollen deshalb kündigen, ist auch klar, da kann man nicht mehr mit der Katze schmusen.

              Also, Vorteile aber auch viele Nachteile, die von vielen gar nicht gesehen werden.

              Gerhard

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              • #8
                Zitat von ST747 Beitrag anzeigen
                Es ist halt nicht alles Gold was glänzt aber sicher ist HomeOffice für viele auch gut.
                Genau das gilt aber auch für die Go East parole. Das hat die Deutsche Industrie schon einmal probiert und es ging in die Hose.
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                • #9
                  Hallo,

                  ich denke, viel entscheidender ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes im Home-Office.

                  Wenn ich die "Home-Offices" immer im Fernsehen sehe, denke ich so kann man nicht wirklich arbeiten...

                  Laptop mitten auf dem Küchentisch, keine vernünftige Ausleuchtung, dann sitzt die Person wie ein Affe auf dem Schleifstein auf einem Küchenstuhl oder noch schlimmer auf einem Sofa. Sitzhöhe und Tischhöhe komplett unergonomisch.

                  Wir nutzen Home-Office schon seit Jahren, jeder Mitarbeiter hat möglichst einen kleinen PC als Workstation, 2 Bildschirme, normale Tastatur und Maus. Und dann wird natürlich am Schreibtisch mit Bürostuhl gearbeitet.

                  Telefon mit aufwendigen Headsets von Plantronic und Software von Softphone, so dass der im Büro gewohnte Telefonkomfort und die Bedienung der Panasonic-Telefonanlage komplett identisch ist und alle Funktionen auch Zuhause zur Verfügung stehen.

                  Durch die 2 Bildschirme können E-Mails etc. gelesen und auf dem anderen Bildschirm z.B. in die Warenwirtschaft etc. vernünftig eingegeben werden.
                  Ich frage mich immer, wie die Leute am Laptop mit einem Bildschirm vernünftig etwas bearbeiten wollen.

                  Zum Störfaktor: Bei mir selber und bei meinen Kollegen und Kolleginnen ist es in der Regel so, dass Zuhause besser und effizienter gearbeitet werden kann. Wir haben im Büro viel Tagesgeschäft und laufend Anrufe und Besucher. Das entfällt im Home-Office, da ist ein deutlich besserer Workflow gegeben. Anders ist es sicher bei reinen Sachbearbeitern in Behörden etc. - hier kann ich mir gut vorstellen, dass die Arbeit konzentriert im ruhigen Firmenbüro besser ist als auf dem schlechten Behörden-Laptop zuhause. Noch übler, wenn die Behörde noch nicht digital arbeitet - dann wird das mit dem Home-Office nix.

                  Wir haben unseren Verkauf 2014 voll digitalisiert inkl. B2B-Webshop und unsere Buchhaltung seit ca. 3 Jahren komplett auf Datev Unternehmen Online umgestellt. Somit kann alles digital und papierlos erledigt werden - da macht das Arbeiten im Home-Office richtig Spaß. Durch die Verknüpfung der Telefonanlage mit den Home-Office-Arbeitsplätzen merken die Kunden nicht mal, wo wir gerade arbeiten. Selbst die Gesprächsqualität im Home-Office ist genau so gut, als wenn der Kollege im Nebenraum arbeitet - rauschfrei und klar verständlich.

                  Ich denke es liegt einfach viel daran, wie viel Geld der Arbeitgeber in eine vernünftige Umsetzung des Home-Offices investiert - bei jedem Arbeitsplatz (ob im Büro oder Zuhause im Home-Office) müssen bestimmte Grundelemente einfach eingerichtet werden. Wenn hier mit altem Laptop und Handy gearbeitet wird, dann sinkt auch die Effizienz dramatisch...

                  Ebenso natürlich wenn vor Ort keine vernünftige Internet- oder Handyanbindung vorhanden ist... es ist immer noch unglaublich, wie viele Menschen mit Kriech-Internet unterwegs sind... In der Schweiz hat jeder Bürger und jedes Unternehmen ein Grundrecht auf einen Breitband-Internetzugang. Ein Kunde von uns wollte auf dem Betriebsgelände in einer Pumpenbude eine Steuerung via Web realisieren - die haben für den Internetanschluß eine Richtfunkstrecke aufgebaut. Gekostet hat es ihn die Standard-Anschlußgebühr von unter 100 Franken. Jeder Internet-Anbieter in der Schweiz muss das den Kunden so stellen - da gibt es keine Diskussion. Wenn man Internetzugänge anbietet, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass dem Kunden die Bandbreite zur Verfügung gestellt werden muss, egal was die Infrastrukturanbindung kostet. Und wenn ich mir die bergige Schweiz angucke, ist das eine echte Leistung. Hier auf dem flachen Land und leichtem Sandboden, bekommt man teilweise keinen Zugang. Und das obwohl man mit dem Bagger wie Butter durch den Boden kommt und Kabel verlegen ein Witz ist. Ebenso wäre hier Richtfunk kein Problem, da alles flach ist...

                  Noch übler finde ich, dass kein schnelles DSL und schlechte Handyverbindung meist gleichzeitig auftreten... Von Glasfaser ganz zu schweigen...

                  Bei uns Zuhause hat sich die Situation erst durch das Konjunkturpaket 2 (ca. 2009) verbessert, seit dem haben wir DSL 50. Die Telefonanbieter selber hätten von alleine nix investiert. Jetzt ist uns sogar Glasfaser angekündigt, dafür will wohl der Landkreis investieren. Hier das Ammerland ist finanziell relativ gut ausgestattet - wenn dann noch der Landkreis nicht mithilft, dann gibt es Regionen da passiert dann jahrzehntelang nix... Da wir an der Autobahn liegen, haben wir auch ein Top-Handynetz mit allem Drum und Dran. Wenn man Richtung Küste fährt hat man Ecken, da verschwindet das Handynetz komplett...

                  Gruß
                  Karl

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                  • #10
                    Finde Homeoffice gar nicht so schlecht. Klar es gibt Ablenkungen. Aber mal ehrlich, wer arbeitet schon den ganzen Tag voll konzentriert ohne Pause durch. Das geht doch gar nicht. Auch am normalen Arbeitsplatz ist immer Zeit für eine Pause.
                    Was fehlt ist der direkte Kontakt zu den Kollegen. Insbesondere für Anfänger, die noch viel "Führung" brauchen ein echtes Problem. Aber für erfahrene Hasen sehe ich das Problem nicht.

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